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Termin Informationen:

  • Sa
    11
    Jul
    2020

    DEMO #BlackLivesMatter

    14:00Eberswalde, Bahnhofsvorplatz

    "... Rassismus hat das Schicksal ganzer Nationen und Generationen verändert und der heutigen Welt seinen grässlichen Stempel aufgedrückt. Wie können wir annehmen, dass so ein wirkmächtiger Koloss auf einmal nicht mehr existiert? ... wie können wir tatsächlich glauben, dass Rassismus als System nicht mehr Teil aller unserer Institutionen, Strukturen und unserer Sozialisation ist? (...) Um Rassismus zu demontieren, ist es enorm wichtig, dass wir dies anerkennen und begreifen." (Tupoka Ogette in: "exit RACISM")

    Rassismus ist für Schwarze Menschen und People of Colour (BIPoC) Alltag in Deutschland und auch in Eberswalde. Dabei handelt es sich nicht nur um Beleidigungen oder gar körperlicher Gewalt (auch die gibt es regelmäßig) sondern v.a. um Diskriminierung auf struktureller und staatlicher Ebene. Das reicht vom Gebaren in den Ausländerbehörden über das Racial Profiling und rassistischer Gewalt der Polizei bis hin zu der faktisch mörderischen Asylgesetzgebung und dem Sterben an Europas Außengrenzen. Gleichzeitig werden Schwarze Menschen über ungleichen Zugang zu schulischer Bildung, über Medien und dem Zugang zu Arbeits- und Wohnungsmärkten systematisch benachteiligt. Rassistische Diskriminierung erfolgt meistens nicht offen sondern subtil und über unsichtbare Strukturen und jahrhundertealte Vorurteile und Abwertungsmechanismen.
    Unter dem Motto “Menschen Afrikanischer Abstammung: Anerkennung, Gerechtigkeit und Entwicklung” wurde Ende 2013 die internationale Dekade für Menschen Afrikanischer Herkunft durch die UN ausgerufen. Auch Deutschland hatte sich verpflichtet bis 2024 die Anliegen von Menschen Afrikanischer Herkunft zu fördern und Rassismus zu bekämpfen. Was ist seither passiert?
    Gleichzeitig werden Demokratie und elementare Menschenrechte immer heftiger von Rechtsaußen angegriffen sowie Grenzen des Sagbaren werden ins Unerträgliche verschoben.
    Wir gehen gemeinsam auf die Straße, um dem Alltagsrassismus vor Ort der Kampf anzusagen! Wir wollen uns mit BIPoC solidarisieren und ihnen zeigen, dass sie nicht alleine sind!

    Wir fordern die Stadt Eberswalde und die Stadtverordneten auf, die "5 Anliegen" zu bearbeiten, die ihnen anlässlich des Gedenkens an Amadeu Antonio am 06.12.2019 übergeben wurden. Die "5 Anliegen" sollen zum angemessenen Erinnern an den rassistischen Mord an Amadeu Antonio sowie dem angemessenen Bearbeiten des Themas Alltagsrassismus beitragen.
    Schlussendlich fordern wir die Stadt Eberswalde auf, sich zum “sicheren Hafen” für Geflüchtete zu erklären. Das Sterben an den Außengrenzen der EU muss aufhören!